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27. Januar: Holocaust Gedenktag - Der Landesverband der Lebenshilfe M-V ruft zu einem besseren Miteinander auf

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27. Jan 2022

27. Januar: Holocaust Gedenktag - Der Landesverband der Lebenshilfe M-V ruft zu einem besseren Miteinander auf
27. Januar: Holocaust Gedenktag - Der Landesverband der Lebenshilfe M-V ruft zu einem besseren Miteinander auf

Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen stehen heute im Mittelpunkt der mecklenburgweiten Gedenkveranstaltung „Erinnern, Betrauern, Wachrütteln“. Viele von ihnen wurden während der Nazizeit ermordet oder zwangssterilisiert.

Der 27. Januar ist internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Der Landesverband der Lebenshilfe M-V ruft zu einem besseren Miteinander auf.

Schwerin, den 27. Januar 2022: Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen stehen heute im Mittelpunkt der mecklenburgweiten Gedenkveranstaltung „Erinnern, Betrauern, Wachrütteln“. Viele von ihnen wurden während der Nazizeit ermordet oder zwangssterilisiert. „Diese Verbrechen müssen wir in Erinnerung behalten. Unsere Verantwortung ist es, eine inklusive Gesellschaft zu gestalten. Wir treten rassistischem, antidemokratischem Gedankengut klar entgegen“, sagt Clemens Russell, Geschäftsführer des Landesverbands der Lebenshilfe M-V e.V.

Heute sorgen Menschen mit Beeinträchtigungen in ganz Deutschland selbst aktiv dafür, dass dies nicht in Vergessenheit gerät.

Seit 1999 gibt es das Projekt „1000 Buchen“ des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda. Entlang der Marschroute der Häftlinge des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar bis ins bayerische KZ Flossenbürg pflanzen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Bäume. So entsteht Stück für Stück ein lebendiger Erinnerungsweg.

Inklusive Führungen in der Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde Brandenburg an der Havel bieten seit 2017 Menschen mit Lernschwierigkeiten der Lebenshilfe Brandenburg – Potsdam regelmäßig in Leichter oder einfacher Sprache an. Sehr eindrucksvoll erläutern damit Menschen, die in der Nazi-Diktatur selbst Opfer geworden wären, Nachgeborenen die schrecklichen Taten.

Im Projekt „Barrierefrei erinnern“ arbeiten die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora, der Erfurter Erinnerungsort „Topf & Söhne – die Ofenbauer von Auschwitz“, die Lebenshilfe Erfurt und der Landesverband der Lebenshilfe Thüringen seit 2020 zusammen und entwickeln Angebote in Leichter oder einfacher Sprache. Dazu gehören auch Führungen durch Ausstellungen, für die wie in Brandenburg an der Havel Menschen mit Lernschwierigkeiten zu sogenannten „Guides“ ausgebildet werden.

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Zum Hintergrund: Am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erinnert die Bundesvereinigung Lebenshilfe an die etwa 300.000 kranken und behinderten Menschen, die von 1939 bis 1945 in ganz Europa ermordet wurden. Sie galten als „Ballastexistenzen“, als „Volksschädlinge“ und wurden als „lebensunwert“ systematisch aussortiert. Die Lebenshilfe setzt sich daher seit ihrer Gründung vor mehr als 60 Jahren für eine inklusive Gesellschaft ein, die Menschen mit Behinderung und anderen Minderheiten uneingeschränkte Teilhabe garantiert.
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Landesverband der Lebenshilfe Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Der Landesverband der Lebenshilfe Mecklenburg-Vorpommern e.V. setzt sich seit 30 Jahren für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien ein. Der Verband hat 17 Orts- und Kreisverbände sowie neun gemeinnützige Gesellschaften und ca. 1700 Mitglieder. Mit etwa 120 Einrichtungen, Diensten und Beratungsstellen hat die Lebenshilfe Mecklenburg-Vorpommern e.V. ein umfassendes Netz kompetenter Hilfe aufgebaut.
Besondere Bedeutung hat der Lebenshilferat als Gremium der Selbstvertretung der Menschen mit Behinderung.
Ein umfassendes Programm der Weiterbildung steht für Menschen mit Behinderung, Fachkräfte und Eltern bzw. Angehörige zur Verfügung.
Vorsitzende der Lebenshilfe Mecklenburg-Vorpommern ist seit 2015 Dr. Antje Bernier. Die Lebenshilfe ist bundesweit aktiv als Elternverband und Selbsthilfe-Vereinigung. Mit Partnern in Georgien und Belarus besteht eine langjährige Zusammenarbeit.
Etwa 200.000 (12,2 % der Bevölkerung) in Mecklenburg-Vorpommern sind behinderte Menschen. Von diesen erhalten etwa 28.000 Menschen Leistungen aus der Eingliederungshilfe, weil sie eine besonders schwerwiegende Beeinträchtigung haben. Viele dieser Menschen werden in Einrichtungen der Lebenshilfe gefördert, begleitet und unterstützt.

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